#71: recap in progress: Über Wildheit und Lebendigkeit mit und ohne Alkohol
Shownotes
Müssen wir unser wildes Ich für immer verabschieden, wenn wir aufhören Alkohol zu trinken? Wie verändert sich unser Lebensgefühl, wie verändert sich unsere Lebendigkeit? Über all das sprechen wir heute, in unserem Monatsrückblick.
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00:00:00: Was ist denn Lebendigkeit, wenn wir trinken?
00:00:03: Also was ist da das lebendige Gefühl.
00:00:05: Ich finde es total wichtig sich auch anzuschauen, was wir daran eigentlich so geil finden um dann mal weiter zu gehen und ob wir uns da keinen Bein stellen, dass werden wir dann herausfinden in dieser Folge.
00:00:20: Aber ich bin ja immer dafür Dinge ehrlich auch zu benennen.
00:00:24: Hallo und herzlich willkommen zu Sauberart beziehungsweise Recap in Progress.
00:00:29: Katharina Leersblavinski von Wiener Null und ich, Linda Fress von SauberArt Wir schauen zurück einmal im Monat auf den Monat der hinter uns liegt In diesem Fall der Juni Und besprechen Themen die uns beschäftigt haben.
00:00:43: Heute reden wir über Wildheit und Lebendigkeit und wir stellen uns die Frage Hey ist geht das nicht verloren wenn wir Aufhören zu trinken?
00:00:51: Wenn du das auch kennst, vielleicht eine Party-Identität oder so dieses Gefühl dich einfach lebendig zu fühlen wenn du trinkst.
00:00:58: Was
00:00:59: machen
00:00:59: wir?
00:01:00: Wenn wir nüchtern sind wie können wir dieses Gefühl in unser Leben holen?
00:01:03: Wie verändert es sich?
00:01:04: Wie sind wir damit umgegangen?
00:01:06: was in unsere Gedanken dazu?
00:01:08: ein riesengroßes Thema und sicherlich gibt es noch so viel mehr zu besprechen.
00:01:12: Wir hoffen jedenfalls dass diese Folge dich inspiriert und wünschen dir jetzt wahnsinnig viel Spaß beim Zuhören.
00:01:32: Hallo Linda, wie geht's dir?
00:01:35: Gut.
00:01:37: Wie geht es dir?
00:01:37: Ja der Sommer ist.
00:01:38: da finde ich auf deiner Seite super und auf der anderen Seite ist mir schon teilweise echt so heiß.
00:01:44: aber alles gut soweit.
00:01:48: Wir wollen uns nicht beklagen über die Hitze.
00:01:50: Nein wir haben ein halbes Jahr oder länger darauf gewartet von da.
00:01:55: Lass uns
00:01:55: Bayern!
00:01:57: Wir sprechen heute über etwas ganz Tolles, finde ich.
00:02:01: Also etwa ist ein Thema was mich auch sehr bewegt oder mit dem ich mich sehr verbunden fühle, ein Thema das mich lange begleitet hat sagen wir so.
00:02:10: Wir sprechen jetzt ein bisschen über Wildheit und wie Alkohol damit zu tun hat und Exzess.
00:02:20: und so viele die den Podcast länger hören und du weißt es natürlich Mein Trinkverhalten war immer sehr exzessiv und ich habe einfach eine große Party Identität.
00:02:35: Und das ist natürlich eine Umstellung, wenn man dann nüchtern wird.
00:02:39: Ja da es ist einerseits eine totale Erleichterung andererseits fällt natürlich auch ein ganz ganz großer Teil dessen was man mal wahr und auch dessen dass einem irgendwie auch Spaß gemacht hat trotz den ganzen Schattenseiten einfach halt weg.
00:02:55: Und heute geht es ein bisschen darum, wie sich das anfühlt.
00:02:58: Wie wir damit umgehen und auch eine neue Wildheit ins Leben holen.
00:03:03: Sehr interessant!
00:03:04: Weil auf den ersten Blick klingt das ein bisschen unvereinbar aber nur auf den ersten oberflächlichen Blick weil man sich jetzt Nüchternheit und Wildheit zusammen ansieht oder dieses Begriffsver-einfach.
00:03:17: Aber es ist eigentlich sehr spannend Weil man auch oft vielleicht mit dieser Wildheit, dieser nicht nüchternen Wildheit einfach auch Lebendigkeit eigentlich assoziiert.
00:03:28: Also von daher starte ich ganz gerne immer so von den Begrifflichkeiten.
00:03:33: und die Lebendlichkeit das ist ja eigentlich was super Schönes und wertvolles im Leben Und ich glaube man kann sich das ganz bewusst durch die Nüchterne eben holen.
00:03:46: Man muss einfach nur lernen oder sein Gehirn ein bisschen umzuprogrammieren, dass das nicht automatisch Wildheit und Lebensfreude und mit dem Alkohol oder mit dieser wie du eben schon so schön beschrieben hast, mit der Party-Identität zusammenhängt, sondern dass eigentlich diese Lebendigkeit die mich ausmacht dieses Spüren im Moment seinen Leichtigkeit empfinden ja auch ganz stark durch den Alkohl eigentlich betäubt werden kann.
00:04:10: also deswegen sage ich diese vermeintliche Lebendlichkeit.
00:04:16: In Wahrheit ist es ja auch ganz oft so, dass wenn wir feiern gehen und ausgelassen sind.
00:04:21: Und teilweise auch vielleicht zu viel trinken, dass wir uns da einfach auch Hardcore betäuben.
00:04:28: Was dann folgt am nächsten Morgen ist oft ein unschönes Erwachen.
00:04:33: Vor allem auch einer Wache wo ich nicht mehr zum Teil alles rekonstruieren kann vom Abend davor.
00:04:39: Da fragt man sich natürlich... Wo ist da wirklich diese Lebendigkeit und dieses im Moment sein, in der Präsenz sein geblieben?
00:04:48: Das nur als Food for Thought.
00:04:50: Ja du hast jetzt schon ein tausend Punkte angesprochen.
00:04:55: Das mache ich gerne!
00:04:56: Alles verweckert!
00:04:57: Alles schon okay!
00:04:58: Wir wünschen euch einen wunderschönen Tag!
00:05:00: Ciao!
00:05:03: Nee natürlich ja.
00:05:04: aber bleiben wir mal bei Punkt eins was ist denn Lebendlichkeit wenn wir trinken?
00:05:09: Also was ist da das lebendige Gefühl?
00:05:11: Ich finde, dass total wichtig sich das auch anzuschauen.
00:05:14: Was wir daran eigentlich so geil finden um dann mal weiter zu gehen und ob wir uns da keinen Bein stellen das werden wir dann herausfinden in dieser Folge.
00:05:25: aber ich bin ja immer dafür Dinge ehrlich auch zu benennen.
00:05:32: Ja, stellen wir uns mal die Frage.
00:05:33: Also was ist diese große Lebendigkeit dieser Wildheit wenn wir Alkohol trinken?
00:05:40: Soll ich mal starten?
00:05:41: Gerne!
00:05:44: Für mich war es einfach immer ein Ort weil ich auch zu Hause einfach wahnsinnig belastet und war und Stress hatte und so.
00:05:51: Ich habe irgendwann herausgefunden dass das Feiern gehen so ein Raum ist, in dem ich einfach frei sein kann von Sorgen.
00:05:59: Und eigentlich stimmt es natürlich... Stimmt eh alles was du gesagt hast aber da kommt eben der Punkt dazu das mit der Betäubung.
00:06:08: Dass wir eben unangenehme Gefühle, Stress und so weiter dass ich das eben massiv mit Alkohol betäubt habe ohne dass es mir wirklich also ohne dass mich bewusst war.
00:06:16: natürlich Ich hab's halt gemacht, auch weil die anderen es um mich herumgemacht haben.
00:06:20: Aber ich habe schon verstanden dass diese Zeit einfach eine Auszeit ist für mich und ich finde das auch super nachvollziehbar wenn ich auf mein Leben zurückblicke Und auf meine Jugend verstehe mich so gut Dass ich diesen Weg irgendwie gegangen bin und das so geil fand Und dann enthämt es halt extrem.
00:06:39: Wir sind mühelos in einem Zustand der Enthemmung und wir tanzen, wir haben keine Probleme neue Leute anzusprechen.
00:06:47: Wir können vielleicht auch einfach mit Typen rumknutschen – das ist auch so ein Teenie-Thema finde ich!
00:06:53: Ohne uns groß Gedanken zu machen.
00:06:55: und auch ein feministisches Thema weil klar also ne?
00:07:00: Bin jetzt Mitte dreißig Mit der Ende dreißig.
00:07:05: Wir sind noch Mitte Dreißig, okay?
00:07:09: Es ist noch die Mitte!
00:07:13: Hey das war voll krass.
00:07:14: also ich habe mich da auch teilweise glaube ich sehr in Form getrunken um irgendwie da meine Grenzen bewusst übergehen zu können weil ich glaube vieles vieles Vieles von denen denke ich getan hätte ich nicht dann halt niemals gemacht.
00:07:31: Nicht, dass sich das am nächsten Tag irgendwie alles gut anfühlt.
00:07:34: Aber irgendwie hat man das Gefühl mitzuschwimmen und alles irgendwie mitmachen zu können.
00:07:39: Und es ist halt irgendwie ein bisschen gedankenlos!
00:07:45: Das tut so gut wenn man so viele Gedanken hat diese Gedankenlosigkeit.
00:07:52: Ja, das war ein bisschen die Wildheit.
00:07:55: Das heißt wir blenden den Verstand aus.
00:07:59: zum effektiven, manche nennt es vielleicht animalisch oder so.
00:08:05: Ja auch zum Spontanen im Prinzip.
00:08:13: Spontane assoziiert man ja auch mit Verbändigkeiten und Flexibilität hat er auch ganz viel mit Kontrollabgabe wenn nicht sogar Verlust manchmal Aber im Sinne von, also ich verstehe das total gut.
00:08:28: Danke auch fürs Teilen dieser Geschichte und dieser Jugend.
00:08:32: erinnerung dass es da so einen neuen Raum öffnet wo ich eigentlich so sein kann wie ich gerne wäre.
00:08:39: vermeintlich natürlich immer mit Vorbehalt.
00:08:42: Das heißt du bist in deinen Teenie-Jahren Und Du hast deine Teenie Probleme die man überhaupt jetzt nicht herabsetzen möchte oder so.
00:08:49: aber das ist einfach auch ein Zufluchts Raum, wo du dann eben jegliche Gedankenspiralen, jeglichen Anspruch an Kontrolle, an Perfektion und einfach abschütteln kannst.
00:09:03: Ja
00:09:04: auch nicht nur für Teenager, das gilt natürlich für jedes Alter!
00:09:08: gilt für mich oder hat für mich jetzt auch noch lange gegolden.
00:09:11: Das ist einfach so ein Raum, wo du mal nicht diesen perfekten Ansprüchen an dich selbst oder Erwartungshaltungen anderer genügen musst.
00:09:20: Du kannst einfach mal vermeintlich sein im ersten Moment und im ersten moment ist das ja eigentlich auch was Schönes gerade wenn wir irgendwie versuchen feiern ... nüchternes Feiern zu betrachten, dass du das ja ... ... musstest ja nicht abgeben.
00:09:35: Ja?
00:09:35: Du kannst ja trotzdem dir diesen Raum erhalten... ... man kann ja trotzdem noch tanzen gehen,... ... dann kann er auf Veranstaltungen gehen, man kann in Clubs gehen.... Man kann ja dieses ganze Erleben, dieses Ausgehen einfach noch leben aber ohne den Aspekt des Alkohols.
00:09:48: der ist denn eigentlich wieder benebelt und betäubt.
00:09:53: Der Aspekt es einfach sein können während wir trinken.
00:09:56: Den finde ich total spannend weil was bedeutet das eigentlich sein!
00:10:00: Also wir sind ja sowieso immer.
00:10:04: Aber was bedeutet das denn wirklich?
00:10:05: dieses Gefühl, dieses subjektive Gefühl von ich kann einfach mal sein, bedeutet ja eigentlich Ich akzeptiere mich.
00:10:12: Also ich kann auch selbst sein und akzeptieren mich.
00:10:14: Ich bin ich ohne Ängste auch vor Beurteilung.
00:10:18: Ich ... ähm... Ich bin ohne Ägste für der Zukunft.
00:10:22: Ich Bin ohne Sorgen vom nächsten Tag.
00:10:25: Das heißt ich kann wirklich im Moment sein.
00:10:27: Ich B mit den Gedanken weder gestern noch morgen Ich bin halt wirklich hier und heute.
00:10:33: Und das sind alles total wichtige Dinge, die wir auch lernen können.
00:10:40: natürlich wie du sagst wenn wir nüchtern sind.
00:10:43: Und ich denke viel besser.
00:10:45: aber es braucht halt Arbeit.
00:10:48: also gerade wenn jetzt jemand zuhört der die Probleme damit hat Stress abzuschalten Probleme damit hat irgendwelche sozialen Ängste zu überwinden oder Selbstzweifeln.
00:11:01: Oder so diese permanente scharfe Kritikerin im Kopf wo da tausend Sachen, ja?
00:11:07: Dann braucht das schon ein bisschen Arbeit sich andere Tools anzueignen und sich immer mehr und immer mehr zu akzeptieren.
00:11:18: Es geht ja jetzt auch nicht unbedingt darum, dass man von heute auf morgen die große Liebe für sich selbst entdeckt.
00:11:25: Aber einfach mal sich zu akzeptieren und sich frei zu machen von der Beurteilung von anderen und dann eben auch tanzen zu können und sich nicht irgendwie zu schämen.
00:11:33: Sondern das ist eigentlich wieder der Schritt des genau das zu leben was ich ja eigentlich möchte nur einfach bewusster mich dafür zu entscheiden dann eben mich nichts mehr zu betäuben um dieses vermeintliche Gefühl, dass sich dieses Gefühl dann einstellt.
00:11:50: Sondern einfach andere Wege zu suchen wie eben jetzt zum Beispiel Nüchtern tanzen gehen oder vielleicht nicht sofort nüchternd Tanzen gehen im Club weil das wäre dann so ein Zugrasser-Cut aber z.B.
00:12:01: davor irgendwie für mich selber zu tanzen oder in Yoga-Klassen zu tanze.
00:12:06: Einfach wo andere Leute auch sind wo ich das Gefühl habe ok ich brauche es nicht diesen Alkohol diesen Enabler bleiben wir einfach beim Tanzen bei Beispiel weil ich mich sonst schäme.
00:12:15: ja Ich kann das auch in anderen nicht gesünderen Settings einfach praktizieren.
00:12:22: Was fällt weg, wenn wir den Alkohol weglassen?
00:12:25: Ist das ja nicht genau das gleiche Gefühl?
00:12:27: Also danach der Kater und
00:12:30: die Scham-
00:12:31: und Schuldgefühle einer Prozente.
00:12:34: Und dass Zähl gibt an sich... Der Alkohl ist eine Form von.
00:12:40: ich gebe da ein bisschen die Verantwortung an einen Alkuhol auf.
00:12:43: also es ist doch so ein bisschen dieses Wenn ich trinke, bin ich dann ein anderer Mensch und irgendwie auch nicht mehr ganz selber für mich verantwortlich.
00:12:52: Und das ist ja eigentlich auch wieder so eine Flucht vor der Realität.
00:12:57: Ja aber oh mühsam die ganze Zeit für alles verantwortlicht zu sein!
00:13:02: Ich mag gar nicht dagegen reden.
00:13:03: Ich liebe meine Nüchternheit.
00:13:06: nur wenn jetzt jemand zuhört und sagt was mache ich?
00:13:09: Was mache ich denn?
00:13:10: also?
00:13:11: ich möchte den Rausch haben.
00:13:16: den nächsten Tag.
00:13:17: Ich will ja heute trinken, ich will nur nicht dass mein Zukunft sich trinkt.
00:13:24: also ich will ja jetzt in diesem Moment aber ich will es nicht für meine Zukunft.
00:13:29: und was mache ich denn?
00:13:31: Was mache ich dann?
00:13:31: wie kann ich denn ein Rausch kriegen ohne einen Rausch zu kriegen?
00:13:37: Ist das jetzt mehr Philosophische?
00:13:40: Nein, nein.
00:13:41: Nein es ist einfach irgendwie finde ich so eine Logik die ich auch lange hatte insbesondere bei Zigaretten irgendwie so.
00:13:50: Beim Alkohol war's anders.
00:13:52: beim Alkuhol hab' ich immer gedacht habe ich das irgendwie nicht so gedacht.
00:13:56: Ich hab halt die längste Zeit gedacht muss es einfach nur kontrollieren lernen muss einfach lernen in Maßen zu trinken.
00:14:06: Das wird schon irgendwann klappen, es kann ja nicht so schwer sein.
00:14:09: Andere kriegen das auch hin und ich hatte dann immer Ausreden.
00:14:13: Jeder findet eine Ausrede für sich.
00:14:15: Meine Ausredo war Ich trinke ja ewig lange nix.
00:14:19: Also ich kann ja Wochennächst trinken.
00:14:21: Wo ist das Problem?
00:14:22: Mein Problem ist nur wenn ich anfange Und dann passiert's ja sogar mal ab und zu dass ich sogar es schaffe kontrolliert zu trinken und dann trinke ich zwei weißte Spritze oder so.
00:14:33: An einem Abend, oder ein kleines Bier und gehe heim und denkst so wow krass jetzt habe ich es aber raus.
00:14:42: Bis ich verstanden habe dass es nicht funktioniert.
00:14:46: das funktioniert einfach nicht ja?
00:14:48: Ich habe einfach dieses Problem des Kontrollverlusts und nun mal auch so ein Beispiel zu nehmen mein letzter Absturz war Abends, also nachmittags sogar habe ich mich mit jemandem getroffen und ich bin den nächsten Tag mittags aufgewacht am Bahnsteig.
00:15:05: Also nicht auf dem Gleisen um Himmels Willen aber ich mein totales Blackout hätte auch sein können Auf dem Boden mit einer Pizzaschachtel auf meiner Brust Und Leute haben mich wach gerüttelt.
00:15:17: so hey sollen wir dich ins Krankenhaus bringen?
00:15:18: Ich war so.
00:15:19: nein das passt schon.
00:15:20: wo bin ich?
00:15:21: Ich schaff es schon und wenn jetzt jemand hier diese Geschichte hört und sich denkt Ach, so bin ich überhaupt nicht.
00:15:28: So was Krasses ist mir noch nie passiert und dann habe ich ja kein
00:15:31: Problem.".
00:15:32: Das ist halt wieder diese Ausrede!
00:15:33: Du würdest diesen Podcast nicht hören wenn du nicht in Wahrheit irgendetwas verändern wollen würdest.
00:15:39: und du weißt schon ganz genau dass es besser wäre den Alkohol gehen zu lassen.
00:15:45: Ich hab das irgendwann verstanden Und meine Konklusio ist Ja man kann sich alles haben im Leben Ich kann nicht ab und zu eine Rauchen- und Nichtraucherin sein.
00:15:56: Und ich kann eben nicht Alkohol in meinem Leben behalten, ohne dass sich die Kontrolle darüber verliere.
00:16:03: Und habe gemerkt das dieser große Raum der sich öffnet wenn ich aufhöre und dem Alkohl einfach verabschiede... ...dass ich damit auch ein paar Dinge verabscheide, die ich sehr gemocht hab aber dafür viel mehr gewinne!
00:16:18: Vielleicht müssen wir da auch gar nichts schön reden.
00:16:20: Es ist einfach die viel bessere Option.
00:16:22: Ein Leben ohne Alkohol als mit und vielleicht ist nicht alles zu einhundert Prozent besser, aber es ist einfach tausendmal besser.
00:16:32: dieses Leben was ich jetzt habe... ...als das Leben was sich davor hatte!
00:16:37: Mit diesen ganzen Scheiß der immer wieder passiert
00:16:41: ist.
00:16:41: Ja, man rennt einfach immer wieder gegen die gleiche Wand.
00:16:45: Aber
00:16:45: ganz genau die gleicha Stelle?
00:16:47: Also
00:16:47: das Ding ist wenn du halt nichts am Weg enderst, rennst du halt immer weiter gegen die Gleiche Stelle und die Wand hat schon eine Delle da wo dein Kopf...
00:16:56: Aber wie groß aber immer wieder genau identisch!
00:17:01: Das ist ja völlig gaga.
00:17:05: Und dass es halt Sucht
00:17:08: Ja auch das Schöne Reden ist Sucht
00:17:13: Ja.
00:17:14: Ich wünsche jedem, dass er oder sie die Schnauze voll hat von diesem immer gleichen Verhalten.
00:17:23: Man oft ist es ja tatsächlich so weil du gemeint hast an die Zuhörer, die jetzt zuhören und sich denken ach krass das wird mir nie passieren mit einer Pizzaschachtel am Bahnsteig aufzuwachen.
00:17:34: Vielleicht ist es nicht die Pizzaschachtel, aber solche Momente finde ich so schlimm sie auch sind natürlich für dich im Rückblick, aber helfen einem dann finde ich das ist dann schon so ein Schalter in dem Moment.
00:17:45: und vielleicht ist es nichts dass irgendwo anders aufwachen sondern zum Beispiel der hundertste Streit mit jemanden der dir wichtig ist.
00:17:53: wegen eigentliches ja weil es einfach natürlich deine Gehirnstruktur verändert und oder ich weiß nicht Das hundertste Mal zu viel Geld ausgeben, das hunderte mal etwas nicht vertragen.
00:18:06: Die Liste ist ja endlos!
00:18:08: Man muss einfach für sich selber dann irgendwann erkennen und wie du sagst, wenn es gibt einen Grund warum man ein Podcast hört, weil irgendwo in sich drinnen weiß man's ja, dass es nicht passt
00:18:19: so.
00:18:19: Das lernt man ja nicht hier.
00:18:21: Ja und wie schaffst du jetzt deine Wildheit nüchtern zu leben?
00:18:26: Du selbst als Blinder
00:18:35: Ja, also bei mir hat es begonnen tatsächlich erstmal mit Rückzug.
00:18:38: Aber darum geht's thematisch nicht heute aber das habe ich nur mal gebraucht.
00:18:43: Das wollte ich einfach nur einmal vorwegnehmen weil jetzt auch ein Teil meiner Geschichte ist.
00:18:49: und Heute empfinde ich erst mal dass was du auch schon ganz am Anfang angesprochen hast.
00:18:56: Das Leben wird wieder fühlbar weil wir uns nicht betäuben Und das ist so eine Wildheit in jedem Moment im Prinzip, wenn ich mir wirklich erlaube ganz da zu sein und die Dinge einfach zu fühlen um mich herum passieren.
00:19:14: Also man wird halt wieder sensibler für so vieles und genau also dass es so eine wildheit ich weiß jetzt nicht ob das gut verständlich rüber kam.
00:19:28: Es muss ja auch nicht ständige Betäubung durch Alkohol sein.
00:19:31: Das kann ja genauso Social Media sein, das kann ja auch Arbeit sein.
00:19:35: Weißt du?
00:19:35: Das kann keine Ahnung.
00:19:38: Name your Addiction.
00:19:40: Kann ja alles sein was dich irgendwo betäubt oder dir dann diesen Blick vernebelt am Ende des Tages.
00:19:50: Ja echt!
00:19:50: Ich habe auch in Social Media gedacht nämlich weil ich finde der schießt einen auch immer komplett irgendwie so raus.
00:19:56: Wahnsinn... Blödet so arg.
00:19:59: Man kann durch so vieles nicht da sein und sich irgendwie so wegnehmen vom Leben auch von Moment ein bisschen, von dem Seilen was ja so schön ist anscheinend wenn wir trinken das einfach da sein können.
00:20:15: Was witzig ist weil eigentlich biochemisch wir ja ganz weit weg sind hast du auch schon gesagt also wenn wir betäubt sind sind wir gerade nicht da.
00:20:22: also das ist eigentlich auch schon widersprochen sich.
00:20:24: Aber gut, jetzt rede ich hier um tausend Ecken.
00:20:29: Was ich eigentlich sagen wollte, was würde ich denn sagen?
00:20:31: Warte ganz kurz.
00:20:32: Ah ja!
00:20:33: Dass wir auch abhängig sein können gewisse Gedanken zu denken.
00:20:39: Weißt du, was ich mein?
00:20:41: Und das ist auch so ein wichtiger Step und ich finde es recht wild das zu erkennen und recht wild dass dann auch gehen zu lassen weil diese Gedanken Das sind natürlich dann Gedanken, die uns nicht gut tun und die uns irgendwie so runterdrücken.
00:21:01: Also falls es jetzt jemand vielleicht mit jemandem resoniert, mir geht das zumindest so.
00:21:07: ich rutsch immer wieder in Gedanken rein, die mich eigentlich vom Leben distanzieren und ich merke das dann und dann steuere ich dagegen und versuche wieder was anderes zu denken.
00:21:17: und diese Arbeit fühlt sich sehr lebendig an Weil ich immer wieder ein Stück näher zu mir komme und das ist sehr lebendig.
00:21:27: Immer wieder ein stück Zu mir zu kommen und ich habe, dass es auch so ein Lebensgefühl mich sehr so entdrückt zu fühlen von mir selbst ganz oft Das Ja ist einfach so ein so ein Thema und da Ist Es total schön und sehr lebending dieses thema So überwinden.
00:21:48: das würde ich niemals schaffen wenn Ich trinke auf diese Ebene zu kommen.
00:21:52: Das wurde ich immer wieder von mir weggeschossen, also in den Phasen wo ich dann aufgehört habe zu trinken und da dachte ich, boah ich komme näher zu mir, ich schaff das ist cool für mich irgendwie präsente meinem Körper und es ist toll!
00:22:08: Und dann hab' ich irgendwie wieder getrunken und hatte das Gefühl ich bin wieder weggeschlossen von mir selbst.
00:22:13: Da hätte ich so ein Scheiße.
00:22:15: jetzt muss ich wieder das Gefühl von vorne anfangen Was ein scheiß, scheiß Alkohol und das Körpergefühl ist wieder verloren.
00:22:25: So einen Schritt vorne an zwei zurück sagt man ja auch zum Beispiel dass wenn man jetzt depressive Tendenzen hat und ich sage jetzt gar nicht antidepressiver nimmt aber mit Alkohl gemäßt weiß eh jeder, aber sind so zwei Sachen die gegeneinander wirken.
00:22:44: Und ich bringe das Beispiel einfach nur weil es glaube in deinem Fall auch ganz gut zutrifft dass du versuchst dich mit dir selbst auseinanderzusetzen mit der keine Ahnung deiner Innenleben und dann kommst dem ein Stück näher und dann zieht sich der Alkohol wieder weg aus dem Ganzen und ist sich wieder dissoziert.
00:23:02: So total schade wie du sagst, weil eigentlich wir sind sowieso schon in so einer Welt wo per se als Menschen disizieren von der Natur, von anderen Menschen aufgrund halt unterschiedlicher gesellschaftlichen wirtschaftliche soziale Faktoren und das ist halt einfach noch so ein Zutun an dem Ganzen.
00:23:27: Man kann ja auch wieder in die Verbindung gehen, in die verbindung zu sich selbst Zu anderen Menschen, zu Natur.
00:23:32: Weniger Computer, weniger Social Media, weniger Junk einfach und zwar nicht nur für den Körper sondern auch für den Geist.
00:23:41: Ja und das ist doch sehr lebendig findest du nicht?
00:23:44: Bin ich auch ja total.
00:23:46: Wie holst Du Dir Wildheit in Deinen Alltag?
00:23:51: Das ist eine gute Frage und wirklich eine andauernde Frage, weil ich auch lange dieser Illusion aufgesessen bin.
00:23:58: Dass sich das sozusagen nur durch diesen Dopamin-Kick mitten in der Nacht in einem gewissen Rauschzustand spüren kann.
00:24:08: Wo ich finde, wo wirklich Wildheit und Lebendigkeit reinkommen ist wenn ich draußen bin.
00:24:15: Das kann auch alleine Barfuß durch die Wiese... Das ist tatsächlich, also da spürst du dich.
00:24:21: Da wirst du im wahrsten Sinne das Wort geerdet und es soll jetzt irgendwie nicht kitschig oder abgetroschen klingen aber alles was mich irgendwie innehalten und wieder fühlen lässt, das lässt mich lebendig fühlen.
00:24:33: Und Bild halt an sich ja einfach mal wo vom Canyon irgendwo runterspringen für den kleinen Dopamin-Kick.
00:24:46: Nein, aber weißt du was ich mein?
00:24:48: Das Hirn springt ja auch auf Dopamin oder andere Nalinen.
00:24:50: Einfach ungewohnte Situationen an, die ja auch so ein bisschen aufregend sein können.
00:24:56: und muss nicht immer feiern gehen im Club sein weil vielleicht bist du dann einfach in der Situation nicht soweit dass du sagst du willst jetzt mit irgendwelchen fremden labern?
00:25:08: Und die Anquart schon so, ist es vielleicht holst du dir den Kick einfach anders?
00:25:13: Und das muss glaube ich jeder für sich selbst herausfinden.
00:25:18: Deswegen bin ich auch vorsichtig, jetzt irgendwie so eine Liste aufzuzählen.
00:25:25: Ich finde es super dass man mit der Frage beginnt, was ist dieses vermeintliche Gefühl in dem Moment?
00:25:32: Was ich glaube das sich ohne Alkohol nicht reproduzieren kann.
00:25:36: Das ist für mich echt so der Knackpunkt um einfach die anderen Fragen irgendwie nachher weiter bearbeiten zu können.
00:25:45: Ich war nüchtern, total oft schon feiern.
00:25:48: Klar ich bin seit sechs Jahren nüchternd und war irgendwie auf Uhr vielen Partys Und ich lieb's also.
00:25:54: ich finde Musik und tanzen kann einen absoluten Rauschzustand versetzen und ein extrem lebendig fühlen lassen.
00:26:02: Also für die die gerne tanze ich liebe es zu tanzen und waren auch schon auf Hochzeiten und ich hatte einfach die allerallerbeste Zeit eine viel bessere zeit eigentlich als betrunken Eben weil der nächste Tag auch so schön ist und die Erinnerung dann eben noch so lebendig ist, sind wir wieder bei Lebendigkeit.
00:26:22: Und das Leben ist ja immer ein Jetzt!
00:26:26: Das heißt alles was du jetzt tust bestimmt einfach dein Leben und das wird deine Zukunft sein, denn morgen ist eh nur wieder jetzt.
00:26:34: Was für mich eine Wildheit ins Leben bringt ist der Gedanke mutig zu sein und das ist auch das was du gesagt hast, da stimme ich dir zu.
00:26:43: hundert Prozent zu finde ich super.
00:26:45: ungewohntes tun.
00:26:47: Ungewohnte tun erfordert Mut Und das kann man sehr gut kanalisieren, macht genau das was dich weiterbringt.
00:26:55: In welcher Form auch immer es muss jetzt nicht nur beruflich sein kannst natürlich auch aber auch und Sachen keine Ahnung Dating oder so einfach mal mutig sein.
00:27:03: und um Typen die Nummer zu stecken wenn du den irgendwie süß findest scheiß egal ob er vielleicht eine Freundin hat oder nicht weiß ich's nicht ja hab' ich auch schon gemacht und schön ist.
00:27:15: äh so Genau einfach Dinge tun wirklich viel Mut erfordern, aber auf die du eigentlich Lust hast.
00:27:25: Die du aber nicht machst weil Du Angst hast dass irgendwas in den Schiff geht und sich bewusst machen das das Leben endlich ist.
00:27:33: also das hilft mir auch.
00:27:34: ich weiß viele zieht es runter mich befreit das total.
00:27:38: irgendwann sterben wir alle Und come on!
00:27:42: Also die meisten Dinge bewerten wir so über ... so schlimm oder so peinlich und ich denke mir, ey... ... in vielleicht nicht fünfzig Jahren weiß eh niemand mehr wer du bist außer vielleicht ... ... deine Nachfahren.
00:27:56: aber die werden doch sich nicht über eine Geschichte unterhalten wo du einmal gestolpert bist.
00:28:01: Und irgendjemand den du süß von trotz gesehen hast oder ich weiß nicht was?
00:28:05: Ja!
00:28:10: Ich habe eine Sache auf die bin ich so stolz.
00:28:13: Auf die bin mich so verdammt stolz.
00:28:15: ist es auch eine Jugendgeschichte?
00:28:16: darf ich dir erzählen?
00:28:17: Da unbedingt
00:28:19: Da hab ich aber natürlich noch getrunken, also na gut.
00:28:21: Aber trotzdem... Also nur zum Thema.
00:28:23: einfach mal machen!
00:28:24: Ich war fünfzehn, ich hatte ein Crash?
00:28:27: Christoph Neute.
00:28:28: Weißt du
00:28:29: das?!
00:28:36: Oh Gott!
00:28:36: Das war so'n Skateboarder von unserer Schule und er hat in einer Band gespielt.
00:28:41: Ich glaub die hieß die Kieler Schlagzeug oder sowas.
00:28:44: Keine Ahnung.
00:28:44: Er war sonst Geld dabei, ich fand den total...
00:28:48: Ja, aber dann war ich auch total abgeschreckt.
00:28:53: Genau!
00:28:53: Ich hatte halt heimlich einen Crush auf den und eine sehr gute Freundin mit der ich in der Zeit viel abgehangen bin, die war auch mit ihm irgendwie so befreundet und waren mir abends zusammen in einer Kneipe natürlich geredet.
00:29:09: Ich kam vom Klo Christopher weg und habe meine Freundinnen gefragt Wo ist er hin?
00:29:16: Und er so, ja es ging.
00:29:17: Aber sie hat mal für mich gefragt, hätte ich mir jetzt einfach erzählt dass ich auf ihm stehe?
00:29:21: Ich so was!
00:29:23: Spinnst
00:29:23: du?!
00:29:25: Nee weil hier muss ich immer etwas weiter gehen und die war halt so über cool und ähm sorry Linda aber der hat eine andere die heißt Sophie oder so...und ich hatte mir für den Abend aber fest vorgenommen ihn zu küssen.
00:29:39: Das war mein Vorsatz für den Abend und dann habe ich ihm geschrieben.
00:29:44: Ich so, hey wo bist du?
00:29:44: Und er an der Bushattestelle beim Rudersplatz und ich so okay oder bin ich runter gerannt und hab ihn einfach geküsst Krass!
00:29:56: Obwohl eigentlich ja schon nicht verloren hatte.
00:29:58: Dann sind wir in einem Club und dann ist ein paar Stationen später aus dem Bus ausgestiegen und kam noch zu uns im Club Irgendwie meinte, boah Alter das muss ich erst mal verdauen.
00:30:10: Und er meint so... Das waren übrigens seine Worte an der Busseite Stelle.
00:30:15: Oh alter das muss sich erstmal verdauen und ich war so okay.
00:30:18: oder bin ich ganz schnell weggerannt?
00:30:19: Oder wieder hoch wie so?
00:30:20: oh mein Gott!
00:30:20: Ich habe ihn geküsst für mich Banane.
00:30:23: Naja und dann haben wir den Abend miteinander verbracht.
00:30:26: Er wollte sich eigentlich melden.
00:30:27: fürs Wochenende hat er nie getan und dann war es eh schon wieder vorbei.
00:30:30: also er hatte kein Interesse an mir.
00:30:32: Aber
00:30:32: aber ist egal weil es ging darum dass du das gemacht hast.
00:30:36: Ich blick auf die Geschichte zurück und denk so, wow!
00:30:40: Das war richtig cool.
00:30:41: Und ich bin so froh, dass ich das gemacht habe.
00:30:46: Ja, nehmt diese Weisheit wirklich.
00:30:50: Geht schmosen.
00:30:54: Macht's einfach.
00:30:55: Ich glaube nicht, dass man solche Dinge bereut in dem Momenten wo man für das eingestanden ist was man für sich wollte.
00:31:13: Ja es hat halt auch wieder mit Spürbarkeit zu tun.
00:31:17: Also ich muss mich jetzt nicht mehr eine Riesenveränderung konstruieren oder zwanghaft suchen, sondern einfach kleine Dinge anders machen um mich lebendiger zu fühlen.
00:31:29: Es
00:31:30: kann auch mal sein einfach neue Routine zu entwickeln irgendwie ein neues Hobby einfach auch mal einen anderen Weg zur Arbeit zu fahren jeden Tag einfach damit das Gehirn was Neues bekommt.
00:31:42: das war es uns ja auch so kühlt auf Dauer.
00:31:45: oder wo wir dann sagen, wir müssen vermeintlich aus diesem Alltagstrott und dieser Routine ausbrechen ist ja die permanente Wiederholung fürs Gehirn.
00:31:53: Das ist ja auch das was die Zeit und dieses wissenschaftliche Wiesen was die zeit auch viel schneller vergehen lässt.
00:31:59: also warum die jahre dann so dahin schmelzen wenn wir?
00:32:03: Ja weil alles gleiches und wie immer wieder dassgleiche tun oder auch privat, egal.
00:32:10: Das ist ja... kann ja auch was Schönes sein, also sage ich gar nicht.
00:32:13: Bäsche jetzt gar nicht, Alltagsroutine oder sonstwas.
00:32:16: Also wir brauchen auch die Rituale für uns.
00:32:19: Aber einfach so kleine Mini-Ausbrüchen.
00:32:21: Also wieder diese Thematik dieser Minihabits.
00:32:24: Kleine Sachen einfach anders zu machen und dann vielleicht wirklich mal keine Ahnung.
00:32:30: Falsche Überspringen gehen!
00:32:31: Why not?
00:32:35: Ja, Ausbrüche ausbrechen dass ich finde, das ist ein gutes Stichwort.
00:32:42: Das ist schon auch wichtig!
00:32:44: Das darf man sich schon mal gönnen.
00:32:46: Das muss wie du sagst nicht mit Alkohol sein.
00:32:49: Das geht auch anders.
00:32:51: Mal was für dich buchen?
00:32:53: Mal so'n Kurzurlaub.
00:32:55: Mal fahr mal in einen zu teures Hotel, wirst du dir eigentlich nicht leisten kannst.
00:32:59: Mach's einfach!
00:33:00: Gönn dir die Massage weiß ich nicht.
00:33:03: Fahr mit dem Auto irgendwo hin und du weißt nicht wohin.
00:33:06: Das ist auch mega, finde ich.
00:33:08: vom Gefühl sich einfach ins Auto setzen oder einen Zug und einfach mal durchfahren.
00:33:17: Schon sehr cool!
00:33:18: Und dann zu schauen wo man landet und nicht alles... Ich finde das ist ja auch das was Urlaube so besonders macht abgesehen natürlich von der Freizeit und irgendwie die Erholung und deren Spannung aber dass jeder Tag einfach Neues bringt.
00:33:33: Es gibt Leute, die planen ihre Urlaube minutiös.
00:33:36: Also bin ich nicht!
00:33:37: Ich habe dann so ein paar Fixpunkte aber dazwischen lasse ich mich auch gern treiben und ich glaube es ist genau das.
00:33:42: also diese Mischung aus neuen Sachen ausprobieren aber auch schauen was irgendwie auf mich zukommt und was passiert wenn ich da jetzt einfach mal da rechts abbiege und in dieses nette kleine Örtchen komme wo ich nie sonst hingekommen wäre.
00:33:57: Kennst du das so?
00:33:57: Geschichten die man mit Freunden teilt wohl alle so arg gelitten haben?
00:34:02: Also so stressige Umzüge oder irgendeine Geschichte, wo... also wir waren in unserem Zwanziger halt auch viel tremmen.
00:34:12: Es ist irgendwie nicht empfehlenswert an Frauen, keine Ahnung, wir haben das trotzdem gemacht!
00:34:15: Aber gut durch Spanien haben immer irgendwo geschlafen ohne Zelt und es hat irgendwie nächtelange am Stück geregnet.
00:34:23: Und dann hat eine der nächsten Nachts irgendwie aufgewacht.
00:34:26: Das war wieder Wasser in unserer Gesicht nach oben und es war aber Sternenhimmel.
00:34:31: Und dann lagen wir auf einer Wiese, da ging die Rasensprengernlage an um die Wiese... Ach man!
00:34:40: Das gibt's ja nicht.
00:34:41: Also das war voll die Qual.
00:34:43: Die ganzen Tage waren natürlich auch also hatten irgendwie so wenig Schlaf in der Nacht.
00:34:51: Kennst du das?
00:34:52: Wo man oder ein Projekt gemeinsam hatte wo alle gelitten haben und das schweißt einen so zusammen.
00:34:59: Ich weiß, ob das ein Ding von mir ist.
00:35:01: Aber ich find so Struggle und Probleme?
00:35:05: Ja!
00:35:05: Ja, ja total... Also wenn ich jetzt zum Beispiel meine ganz schlimme Trennung zurückdenke und die Zeit danach, es war geprägt von Leid und von Leiden.
00:35:20: finden und suchen, ausprobieren und wieder auf die Schnauze fliegen.
00:35:25: Und wieder aufstehen und in diesen Kreis reinkommen um da neue Leute kennenlernen und Chaos und Drama und keine Ahnung was.
00:35:33: Am Ende des Tages natürlich alles das mit Umbruch zu tun hat assoziiert das Hirn auch mit Lebendigkeit.
00:35:40: deswegen ist es ja so... Ich meine, abgesehen von meinem Hang zur Impulsivität und dass sich auf sowas auch anspringen irgendwo.
00:35:53: Aber das ist halt mein Thema.
00:35:54: Das ist was anderes.
00:35:55: aber abgesen davon behält das hier in solchen Sachen ja auch als lebendiger Erinnerung einfach weil es mit so viel Emotionen verknüpft ist und die negativen sich natürlich auch besonders ein, muss man sagen.
00:36:10: Aber vor allem auch wenn es dann rauf runter ist.
00:36:14: Ja und das ist eigentlich aber auch eine Falle und eigentlich könnten wir darüber eine eigene Folge machen und hinsichtlich der Zeit werden wir das wahrscheinlich vielleicht mal irgendwann tun.
00:36:22: ich weiß es nicht besprechen mir dann aber dieses Thema Leiden oder Probleme haben mit diesem Problem beschäftigt zu sein sich aus dem problem hinauszuarbeiten nur um dann es geschafft zu haben und wieder reinzuspringen, weil ich glaube... das verstehen vielleicht auch viele.
00:36:44: Ich verstehe das so tausend Prozent?
00:36:46: Ja, hundert Prozent!
00:36:49: Hundert
00:36:49: Prozent?!
00:36:51: Was mache ich denn dann wenn ich keine Probleme mehr habe?
00:36:53: Dann ist ja Fahrt und das ist ja auch tatsächlich ein bisschen so Wenn du nicht irgendwie für dich was gefunden hast was du stattdessen tust außer Probleme zu bewältigen Wenn nämlich plötzlich durch Alkoholfreiheit, durch Nüchternheit deutlich – also wie viele Probleme sich eliminieren ist ja unfassbar.
00:37:16: Da kann eine Riesen-Lehrstelle entstehen!
00:37:27: Überlegt euch das und das ist eine riesen Chance und ich verstehe dass das aber auch super herausfordernd ist.
00:37:34: Dass sich das eben dann plötzlich so unlebendig anfühlt.
00:37:37: Ist es wie so einer Beziehung?
00:37:40: So eine On-off Beziehung, weiß ich so.
00:37:42: Immer ist irgendwas.
00:37:43: Man ständig wieder getrennt hat das man wieder zusammen
00:37:45: und...
00:37:46: Und das ist halt feurig.
00:37:49: Das ist Dopamin aber auch einfach viele negative Gefühle mit sich bringen kann und es ist ja eben diese Kurve.
00:37:58: also du hast ja die krasse Ausschläge und wie gesagt ich möchte auch nicht werden überhaupt nicht.
00:38:03: für mich war's einfach auf Dauer sehr energiezerrend und traubend.
00:38:09: Und ich habe erst gemerkt, was alles möglich ist beruflich und auch privat als ich mich da ein bisschen stabilisiert hab.
00:38:18: Ja und das kann ja auch eine absolute Wildheit sein sich beruflig weiterzuentwickeln und dort mutige Entscheidungen zu treffen.
00:38:28: Das ist halt eben von jedem das eigene.
00:38:31: warum Was möchte ich im Leben?
00:38:34: Was möchte ich erreichen?
00:38:36: Ich finde dieses, was möchte ich kreativ erschaffen.
00:38:39: Es ist ja alles kreative!
00:38:42: Was möchte ihr erschaffen?
00:38:43: dass es wirklich eine Frage die so gut tragen kann weil wir können einfach so viel mehr schaffen, so viel mutiger sein.
00:38:53: Das erfordert soviel mehr Mut nicht an Dinge zu tun als betrunken plus spielt uns total in die Hände nüchtern zu sein weil wir einfach wie produktiver sind viel klarer und gleichzeitig mutiger und dadurch gleichzeitig lebendiger.
00:39:11: Deshalb ja überlegt dir, falls du jetzt dich angesprochen fühlst was du erschaffen möchtest und leg all deine Lebendigkeit und all deinen Mut da rein trau ich.
00:39:27: Ja das war's für heute.
00:39:29: wir hören uns hier nächste Woche Donnerstag mit einer neuen Folge.
00:39:33: bis dahin genießt die Sonne und die Wärme.
00:39:36: fühl dich im Arm, deine Linde von Sauberart.
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